Die Daten zum Flugkörperschnellboot Leopard P6145

 

Allgemeine Daten: Bauwerft CM des Normandie, Cherbourg
  Taufe 03.07.1973
  Taufredner VAdm. a.D. Jeschonnek
  Taufpatin Frau Elisabeth Jeschonnek
  Indienststellung 21.08.1973
  Kennung / Klasse P 6145  /  148 Tiger
  Patenstadt Hiltrup bei Münster
  Außerdienststellung 28.09.2000
  Verbleib Griechische Marine "P76 Ipopliarchos Tournas"
     

Das 3. Schnellbootgeschwader wurde durch Aufstellungsbefehl Nr. 70 -Marine- vom 13. September 1957 zum 1. Oktober in Flensburg-Mürwik aufgestellt. Zum Geschwader zählte neben zehn Booten der Klasse 140 (JAGUAR-Klasse) auch der Tender RHEIN.
Das Geschwader nahm im Oktober 1958 erstmals an einem NATO-Manöver teil. Die wichtigsten Häfen, die während der Übungen und Manöver in außerheimischen Gewässern besucht wurden, waren La Pallice, Cherbourg, Brest und Lorient in Frankreich, Portland und Portsmouth in Großbritannien, in Norwegen Stavanger und Oslo sowie in Dänemark Kopenhagen. Später erfolgte die Umrüstung auf Boote der Klasse 148. Als Zwischenlösung entschied man sich im Herbst 1970, zwanzig Boote des Typs LA COMBATTANTE II bei der französischen Regierung zu bestellen. Jeweils zehn dieser unter der Typ-Klassenbezeichnung 148 bei der Marine eingeführten Boote waren für das 3. und 5. Schnellbootgeschwader vorgesehen. Um die beiden genannten Geschwader gleichgewichtig auszurüsten, wurden in der Folge Boote zwischen den Geschwadern getauscht. Das 3. Schnellbootgeschwader übernahm dabei die Boote REIHER, WEIHE, PINGUIN und KRANICH vom 5. Schnellbootgeschwader und gab dafür die Boote WOLF, ILTIS, TIGER und LÖWE ab. 1972 begann dann die Umrüstung auf den neuen Bootstyp 148 mit Seeziel-Flugkörpersystem. S 41 TIGER war das erste Boot dieses Typs, das dem 3. Schnellbootgeschwader zugeteilt wurde.
Mit Aufstellungsbefehl Nr. 220 -Marine- vom 6. April 1990 wurde zum 1. Juli 1990 eine Systemunterstützungsuntergruppe als selbständige Einheit des 3. Schnellbootgeschwaders eingerichtet. Mit Wirkung vom 30. September 1998 wurde sie wieder aufgelöst (Organisations-Änderungsweisung Nr. 1/98 -Marine- für den Aufstellungsbefehl Nr. 70 –Marine- vom 24. November 1998). Das 3. Schnellbootgeschwader wurde 1997 aufgelöst.

FRG Naval Ensign
Klasse 148
Typ Flugkörperschnellboot
Typboot S 41 Tiger
Einheiten 20 für die Bundesmarine
Technische Daten
Verdrängung 265 t
Länge 47  Meter
Breite 7  Meter
Tiefgang 2,7  Meter
Geschwindigkeit: 38 kn
Besatzung 30
Antrieb 4 × MTU MD 16V 538 TB90 Dieselmotoren
4 Propeller
Leistung 10.690 kW /
14.400 PS (4 × 3.600 PS)
Reichweite 570 sm mit 30 kn,
1600 sm mit 15 kn
Bewaffnung
  • 4 × Seezielflugkörper MM 38 Exocet
  • 1 × 76 mm /62 compact OTO Melara Geschütz
  • 1 × 40 mm L/70 Bofors Flak

optional:

  • Minenlegevorrichtung (bis 8 Minen)
Elektronik
  • Triton G Seeraumüberwachungsradar
  • Castor-148 Feuerleitradar
  • SMA 3RM 20 Navigationsradar
  • Radar-, Führungs- und Waffenleitsystem PALIS
  • Link 11 Datenfunksystem

Quelle: Wikipedia

Einheiten 3. Schnellbootgeschwader:

Klasse 140 Klasse 148 Tender Typ 401 Tender Typ 404
P 6058 ILTIS   P 6141 S 41 TIGER A 58 RHEIN A 513 RHEIN
P 6059 JAGUAR P 6142 S 42 ILTIS    
P 6060 LEOPARD P 6143 S 43 LUCHS    
P 6061 LUCHS P 6144 S 44 MARDER    
P 6062 WOLF P 6145 S 45 LEOPARD    
P 6063 TIGER P 6146 S 46 FUCHS    
P 6064 PANTHER P 6147 S 47 JAGUAR    
P 6065 LÖWE P 6148 S 48 LÖWE    
P 6066 FUCHS P 6149 S 49 WOLF    
P 6067 MARDER P 6150 S 50 PANTHER    
       
       

3. Schnellbootgeschwader Geschwaderkommandeure:

FK Meiburg, Hans 04.1971 bis 01.1974  
FK Ehlert, Klaus 01.1974 bis 03.1977  
FK Geier, Jürgen 04.1977 bis 01.1979  
FK Jacobi, Kurt Harald 02.1979 bis 03.1981  
FK Hecker, Klaus 04.1981 bis     1984  
FK Porrio, Günter  (1984) bis (1986)  
FK Poesze, J.  (1986) bis (1987)  
FK Krosigk, F. W. von  (1988) bis (1990)  
FK Kampschulte, L.  (1991) bis (1992)  
FK Houtrouw, K. E.  (1993) bis (1994)  
FK Mannhardt, J.  (1995) bis (1996)  
FK Weber, G.  (1996) bis (1998)  
     

Kommandanten:

Kptlt. Maehliß, J.
Kptlt. Mascow, J.
Kptlt. Andresen, T.
OltzS Schimpf, A.
LtzS Miller, T.
Kptlt. Lange, H.
Kptlt. Gelhausen
Kptlt. Peter, J.
OltzS Schütte, R.
Kptlt. Kaphengst, V.
Kptlt. Einfeldt, K.
Kptlt. Deertz
Kptlt. Richter, F.
OltzS Pape

Quelle: www.bundesarchiv.de

08.1973 - 09.1974
10.1974 - 09.1976
10.1976 - 09.1978
09.1978 - 08.1981
09.1981 - 03.1983
04.1983 - 02.1985
03.1985 - 09.1987
10.1987 - 03.1990
04.1990 - 10.1992
11.1992 - 09.1993
10.1993 - 04.1995
04.1995 - 09.1996
10.1996 - 09.1998
10.1998 - 09.2000
 

Traditionsvorläufer:

Hilfskreuzer Leopard (1917), schon während des Auslaufens zum Handelskrieg im Atlantik am 16.03.1917 nordöstlich der Färöer durch brit. Streitkräfte versenkt.
Torpedoboot Leopard (1929 - 1940), Einsatz während des spanischen Bürgerkrieges, in der Nordsee und bei der Besetzung Norwegens (Weserübung). In der Nacht 29/30.04.1940 im Skagerrak durch das Minenschiff Preußen gerammt und gesunken.
Schnellboot S 45 (1941 - 1944), Einsatz in der 5. Schnellbootflottille in der Ostsee, in der 8. Schnellbootflottille in Nordnorwegen und in der 1. Schnellbootflottille im Schwarzen Meer. Am 29.08.1944 mit S 47, S 49 und S 51 vor Varna / Bulgarien nach vorangegangener Beschädigung durch sowj. Luftangriffe selbst versenkt.
Schnellboot Leopard (1958 - 1973), 3. Schnellbootgeschwader.

Das Boot wechselte am 30.09.1998 zusammen mit S 46 Fuchs, S 47 Jaguar, S 48 Löwe und S 50 Panther zum 5. Schnellbootgeschwader, da am gleichen Tag das 3. Schnellbootgeschwader außer Dienst gestellt wurde.